|
Walter Siebert-Leman arbeitete als Maler, Grafiker und Buchillustrator. Seine Lebensdaten sind nicht vollständig bekannt. Er wurde 1893 in Berlin-Charlottenburg geboren und besuchte die dortige Kunstakademie sowie die Unterrichtsanstalt der des Berliner Kunstgewerbemuseums. Um 1920 lebte er in Dresden, kurz darauf im württembergischen Maulbronn, dessen weltberühmte Klosteranlage er in einer Serie von Radierungen festhielt. Er lebte längere Zeit im Obergeschoss des auf dem Klostergelände gelegenen Rathauses. Dort porträtierte er auch in gekonnter Manier lokale Berühmtheiten wie einen Maulbronner Leichtguß- Fabrikanten. Vielleicht führte auch seine gute Bekanntschaft mit dem dortigen Bürgermeister führte dazu, daß einige seiner Motive die Maulbronner Notgeldscheine aus der Währungskrise am Anfang der 20er Jahre zieren. Auch ein Kohle-Porträt seines Vetters, des Mathematikers Carl Alfred Hugo Leman, stammt aus seiner Hand. Die letzten von ihm bekannten Werke sind Ölbilder im mittleren Format, die aus den Jahren 1947 und 1948 datieren.
Das während der DDR-Zeit erschienene “Allgemeine Lexikon der bildenden Künstler” aus dem VEB Seemann- Verlag in Leipzig führt ihn auf.
Ein Beispiel seiner Arbeiten sind die Illustrationen zu Fritz Halbachs Kinderbuch “Schuppeldiwupp”, das 1922 im Friedrich Andreas Perthes Verlag erschien.
Daraus bilden wir hier das Titelbild und eine Grafik ab.
|